THB deutsche Schiffahrts-Zeitung, 05.11.2001

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Aus „Crown Princess“ wird „A’Rosa Blu“

Die Bremerhavener Lloyd Werft, die derzeit die “Norway” überholt und in diesem Monat auch die „Queen Elizabeth“ zu einem erneuten Refit erwartet, konnte mit dem am 27. Oktober von Seetours als deutscher Niederlassung von P&O Princess Cruise unterzeichneten 60-Mio.-DM-Auftrag zum Umbau des 70 285-BRZ-Kreuzfahrtschiffes „Crown Princess“ einen weiteren Großauftrag hereinholen.
Nachdem zunächst auch Werften in Malta und Italien zur Angebotsabgabe aufgefordert worden waren, lagen schon bald nur noch die beiden deutschen Werften Blohm + Voss Repair und Lloyd Werft im Rennen, wobei die Hamburger zunächst als „Wunschkandidat“ bezeichnet worden waren. Bei B+V wurde mit erheblichem Aufwand ein aufwendiges Angebot und Programm erarbeitet und wegen des engen Zeitrahmens auf eine baldige Auftragsvergabe gedrängt. Die Terminenge und die unterschiedlichen Preisvorstellungen haben schließlich dazu geführt, dass sich schon Mitte Oktober eine Vergabe an die Weser abzeichnete (s. a. THB vom 18.10.2001).
Die noch unter Bermuda-Flagge betriebene „Crown Princess“, die 1991 von Fincantieri in Italien erbaut wurde, soll am 6. Mai 2002 in Bremerhaven eintreffen und bis zum 10. Juni u. a. neue Kabinen und einen ausgedehnten Wellness-Bereich sowie eine geänderte Schornsteinsilhouette erhalten. Unter dem neuen Namen „A’Rosa Blu“ wird der Umbau – wie mehrfach berichtet – dann im Rahmen der neuen „A’Rosa“-Produktlinie (Markenzeichen ist eine Rose, die – wie der Kussmund die „Aida“ – den Bug des 245,08 m langen und 32,25 m breiten 20-kn-Schiffes zieren wird) eingesetzt.
Mit seinen sieben Restaurants ohne feste Tischzeiten und sieben Bars sowie dem Komfort eines Vier- bis Fünf-Sterne-Hotels sollen vor allem Urlauber gewonnen werden, die sich bislang eher für einen komfortablen Landurlaub interessierten. Das für 1600 Gäste ausgelegte Schiff wird zunächst von Warnemünde aus als Basishafen zu sieben- und 14-tägigen Reisen in die Ostsee und nach Norwegen eingesetzt. Mit den Eigenleistungen der Reederei, direkt zu vergebenden Aufträgen und dem internen Kaufpreis für den Wechsel innerhalb der Gruppe zu Seetours dürfte sich das Gesamtinvestitionsvolumen auf rd. 300 Mio. DM belaufen.