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Die
Lloyd Werft ist gestern Abend vom englischen Institute of Transport Management
(ITM) mit dem Preis für die beste Werft 2001 ausgezeichnet worden.
Josef Hattig
ließ sich nicht lange bitten: „Auf diese Werft komme ich gerne.“
Für ihn, sagte der Wirtschaftssenator gestern, sei die Lloyd Werft
ein Unternehmen mit guten Perspektiven, „ein Vorzeigestück“.
Für 18 Millionen Euro hat die Werft gerade den Besitzer gewechselt
– und Hattig hat mitgeholfen.
Die drei Lloyd-Geschäftsführer Werner Lüken, Rüdiger
Pallentin und Hans-Jürgen Schmaus haben der britischen Kapitalgesellschaft
Bridgepoint deren 70-Prozent-Anteil an der Werft abgekauft. „Es
bestand Gefahr, dass sonst erhebliche Liquiditätsmittel abgezogen
worden wären“, sagt Hattig. Denn während Bridgepoint gerne
Gewinne der Werft überwiesen bekommen hätte, wollten die Manager
das Geld lieber ins Unternehmen investieren. Über die Bremer Aufbaubank
(zehn Millionen), die Kreditanstalt für den Wiederaufbau (sechs Millionen)
und die Städtische Sparkasse (zwei Millionen) sei der Kaufpreis finanziert
worden. Dabei sei er behilflich gewesen, sagt Hattig, „weil Lloyd
sich international gegen Konkurrenz durchgesetzt hat und deutsche Qualitätsarbeit
abliefert“.
Im Gepäck hatte der Wirtschaftssenator auch 6,76 Millionen Euro als
erste von drei Raten der Schiffbauhilfe für das „Project America“.
Zwei Drittel der Summe trägt das Land, ein Drittel der Bund. Gefördert
wird der Bau des Kreuzliners mit sieben Prozent des Auftragsvolumens.
Die Wettbewerbshilfe sei notwendig, „um gegen internationale Konkurrenz
zu bestehen“, sagte Lüken. Für ihn, so Hattig, sei die
Förderung so lange eine Hilfe zur Selbsthilfe, bis weltweit im Schiffbau
gleiche Rahmenbedingungen gelten würden. 45 Millionen Euro Schiffbauhilfe
sei in den vergangenen Jahren im Land Bremen gezahlt worden, fasste der
Wirtschaftssenator zusammen. „Wir wissen, was Not tut.“
Das habe auch die Europäische Kommission in Brüssel erkannt,
die generell Ja zur Wettbewerbshilfe sage, solange Korea seine Werften
subventioniere, sagte Joachim Wülbers aus dem Hause des Wirtschaftssenators.
Nach EU-Kriterien darf künftig aber nur noch der Bau von Produkten-,
Chemikalientankern und Containerfrachtern gefördert werden.
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