Wirtschaft an Strom und Meer,
Magazin der Industrie- und Handelskammer Bremerhaven, Heft Juni 1999
Auf die Lloyd Werft ist Verlaß
Nur 35 Tage hat die
Lloyd-Werft benötigt, um eines der größten Kreuzfahrtschiffe der Welt, die
"Norway" (mehr als 70 000 BRT, 2565
Passagiere), zu reparieren. Instand gesetzt haben die Bremerhavener Schiffbauer die
Antriebsanlage mit Kesseln, Turbinen und Schiffsschrauben. Der sogenannte Hotelbereich wurde
verschönert, und neu gestrichen wurde der schwimmende Vergnügungspalast auch. Das
Flaggschiff der Reederei Norwegian Cruise Line
(NCL), das am 16. Mai wieder in die Karibik, ihr heutiges Heimatgewässer, geschickt
worden ist, kennen die Bremerhavener gut. Einst hieß es "France" und war der Stolz der
französischen Handelsflotte. Dann wurde es auf der Atlantik-Route Le Havre - New York
unrentabel und den Norwegern verkauft. Die gaben der Lloyd-Werft 1980 den Auftrag, aus dem
Passagierdampfer ein Kreuzfahrtschiff zu machen. 1982 kam die "Norway" wieder, als der
Maschinenraum umgebaut werden mußte. 1990 bekam die "Norway" in Bremerhaven zwei
weitere Decks mit 135 Suiten. Keine Werft der Welt kennt die "Norway" besser als die
Lloyd-Werft in Bremerhaven. Auf sie ist Verlaß.