NORDSEE-ZEITUNG Bremerhaven, 26.04.2004

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Wenig Zeit für die „Oriana“
Britisches Kreuzfahrtschiff liegt im Dock der Lloyd-Werft – Reparatur vor Mittelmeerkreuzfahrt



Überseehäfen
Zu zehntägigen Reparatur- und Überholungsarbeiten ist das britische Kreuzfahrtschiff „Oriana“ gestern bei der Lloyd Werft eingedockt worden.
Auf dem Programm stehen unter anderem Instandsetzungsarbeiten an der Maschine und den Bootsdavits (Kränen). Um den Swimmingpool herum erhält das Deck einen neuen Belag. Drei Shop-Bereiche und ein Restaurant werden umgebaut. Von außen kommt neue Farbe auf das Schiff.
„Insgesamt nichts Spektakuläres“, sagt Projektingenieur Sven May. „Spektakulär ist nur die knappe Zeit.“ Bis zum 5. Mai haben die Werftarbeiter und die Handwerker der Subunternehmen Zeit, den Auftragszettel abzuarbeiten. Denn die nächsten Passagiere packen schon ihre Koffer. Die „Oriana“ geht nach dem Ende der Werftliegezeit am 8. Mai von Southampton zu einer zweiwöchigen Mittelmeerkreuzfahrt in See. Die Reise führt über Barcelona, St. Tropez, Rom, Ibiza und Gibraltar.

„QE 2“ kommt Anfang Mai
Neben der „Oriana“ wird auch die „Queen Elizabeth 2“ in Bremerhaven erwartet: Sie soll vom 2. bis 20. Mai bei der Lloyd Werft docken. Beide Schiffe gehören zur US-amerikanischen Carnival-Gruppe. Die Lloyd Werft hatte sich die Aufträge Anfang des Jahres gesichert. Gesamtwert: 15 Millionen Euro. Nach dem Insolvenzantrag im Februar mussten die Verträge neu verhandelt werden – Carnival blieb jedoch bei der Entscheidung.
Die „Oriana“ war 1995 bei der Papenburger Meyer Werft gebaut worden. Sie hat Platz für mehr als 2000 Passagiere.