NORDSEE-ZEITUNG Bremerhaven , 14.02.2001
Der erste Diesel
wummert
Propeller der „Norwegian Sun“ sollen
sich erstmals im April drehen
In zwei Wochen geht der Kapitän an Bord. Auf der „Norwegian Sun“ sollen dann alle sechs Dieselmaschinen wummern, das Herz des Kreuzliners. Per Knopfdruck wurde gestern der erste Diesel in Betrieb genommen. „Der vierte Meilenstein für uns“, sagt Projektleiter Hans Schulz.
Der erste Meilenstein, den
die Lloyd Werft genommen hat, war der Arbeitsbeginn für das „Projekt Sky
2“, der zweite die Kiellegung des Schiffs bei der MTW-Werft in Wismar und der dritte
das Ausdocken an der Ostsee.
7800 Kilowatt leistet der Diesel, an dem die
Kraftstoffzufuhr, die Kühlung und sämtliche Überwachungsanlagen für den
Betrieb hängen. „Alle Systeme sind installiert“, sagt Schulz. Bis zum 1.
März sollen auch die fünf weiteren Dieselmaschinen laufen. Danach werden die
Generatoren angeschlossen und die Fahrmotoren des 260 Meter langen Schiffs montiert. Am 15.
April sollen sich die Propeller bei einer ersten Standprobe drehen.
Die Arbeiten an Bord seien im Zeitplan, sagt Schulz. 1200 Menschen sind zurzeit auf dem
Neubau beschäftigt. 320 Kabinen wurden bereits auf den Passagierdecks aufgestellt. Auf
den unteren beiden Decks für die 800-köpfige Crew sind die Arbeiten bereits so
weit, dass die Endmontage im vollen Umfang läuft.
Sechs Wochen vor der Ablieferung soll die Besatzung ab Mitte Juni ihre Unterkünfte an
Bord beziehen und sich auf die Arbeit für 2400 Passagiere vorbereiten. Zurzeit arbeitet
die Norwegian Cruise Line mit einer
15-köpfigen Bauaufsicht aus Norwegen auf der Lloyd Werft, aber beinahe täglich
reisen weitere NCL-Mitarbeiter an. „Rund 30 Leute bis zum Monatsende“, sagt
Projektleiter Schulz. Dazu gehört auch der künftige Kapitän des
Kreuzliners.
Selbst in der NCL-Verkaufszentrale für Europa in Bern spielt das künftige
Flaggschiff der Reederei schon eine Rolle: Die ersten Reisen wurden bereits gebucht. bro