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Eine ungewöhnliche Verlängerungsaktion findet derzeit im Dock
3 der Lloyd Werft in Bremerhaven statt. Wie mehrfach angekündigt, wurde
der von NCL in den USA aus einer Konkursmasse angekaufte Rumpf des von der
Lloyd Werft zu komplettierenden Kreuzfahrtschiffes „Pride of America“ am
Sonnabend mittels einer Schlittenkonstruktion nach der Trennung des Kaskos
mit sechs Hydraulikpumpen 26 m auseinander geschoben, um Sektionen zur Verlängerung
um 25,5 m einsetzen zu können.
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Das hat es bisher in der Welt noch nicht gegeben“, erläutert Projektleiter
Hans Schulz (70) das Verfahren, das deshalb nötig wurde, weil – anders
als bei früheren Verlängerungen – die beiden Schiffshälften
nicht schwimmfähig sind. Das 150 m lange Vorschiff des rd. 300 Mio.
Euro teuren Vier-Sterne-Schiffes hatte auf seinem mit Teflonscheiben und
Gummi an der Oberfläche weich und flexibel gemachten Stahlschlitten
nach fünf Stunden um 12:35 Uhr seine vorgesehene Position problemlos
erreicht. Dazu mussten 11 000 t Stahl bewegt werden. In den nächsten
Wochen werden in die entstandene Lücke die zugelieferten Sektionen eingesetzt,
durch die sich u.a. die Passagierkapazität um 300 auf rd. 3200 Gäste
erhöht.
Am 6. August wird mit der von SSW gefertigten 350 t schweren Doppelbodensektion
das größte Bauteil eingesetzt. 16 Mal werden dann noch bis Mitte
September Schwimmkräne zwischen beiden Werftbetrieben pendeln und Sektionen
zwischen die beiden Schiffshälften setzen, die am 20. September zurück
an die installierten Sektionen gezogen und anschließend mit ihnen verschweißt
werden. Im Januar soll der Innenausbau des im April zu liefernden Schiffes
begonnen werden.
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