THB DEUTSCHE SCHIFFAHRTS-ZEITUNG, 17.02.2006 |
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Wasserinjektionsgerät für bremische Häfen |
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Die Bremerhavener Lloyd Werft konnte einen interessanten Neubauauftrag an Land ziehen: Die Hafengesellschaft bremenports lässt dort in den kommenden Monaten ein so genanntes Wasserinjektionsgerät (WIG) bauen. Die Auftragssumme liegt bei 4,4 Millionen Euro. Es soll Schleusen, Vorhäfen und Liegeplätze mit moderner Technik von Sand- und Schlickablagerungen befreien und damit für die erforderlichen Wassertiefen sorgen. „Das Projekt zahlt sich doppelt aus: Das Schiff optimiert die Unterhaltung der bremischen Häfen, und die Werft freut sich über einen interessanten Auftrag. In der öffentlichen Ausschreibung hat sich die Werft gegen andere Unternehmen durchgesetzt und damit ihre Konkurrenz- und Leistungsfähigkeit bewiesen. Darüber hinaus werden zahlreiche bestehende Arbeitsplätze in der Lloyd Werft gesichert“, so Hafensenator Jörg Kastendiek. Beim Neubau des etwa 40 m langen und etwa 8 m breiten
Wasserinjektionsgerätes handelt es sich um eine Weiterentwicklung des
Schiffes „Hol Deep“, das seit 1994 in den bremischen Häfen eingesetzt wird.
Dieses WIG arbeitet nach Angaben von bremenports-Geschäftsführer Jürgen
Holtermann inzwischen an der Kapazitätsgrenze. Danach absolviere „Hol Deep“ Durch die 2005 beendete Vertiefung der Liegewanne im südlichen Bereich der Bremerhavener Stromkaje und die bevorstehende Schaffung von vier neuen Liegeplätzen an der neuen Kaje von Container-Terminal 4 wird der Aufwand der Hafenbaggerei in Zukunft weiter steigen. Im Bereich von CT 4 steigt die Solltiefe künftig auf 16,20 m Seekartennull. Wegen der großen Wassertiefe kann die „Hol Deep“ hier nicht mehr eingesetzt werden. Der Arbeitsbereich des Neubaus reicht bis hinunter in 21 m Wassertiefe. „Allein durch den vertieften Liegeplatz am Terminal von MSC Gate Bremerhaven wird sich das jährliche Baggervolumen an der Containerkaje um über 100 000 m³ erhöhen. Der Einsatz des Wasserinjektionsgerätes, mit dem sich herkömmliches Baggern vermeiden lässt, führt unmittelbar zu einer Verringerung des Unterhaltsaufwandes“, sagte Kastendiek. Wasserinjektionsgeräte funktionieren nach folgendem Prinzip: Wasser aus höheren Schichten wird über ein Spülrohr, das mit Düsen ausgestattet ist, in die Sohle von Schleusen, Vorhäfen, Liegeplätzen oder Fahrwasser gepresst. Dabei entsteht eine Dichteströmung aus Wasser mit erhöhtem Sedimentanteil: Die Sand- und Schlickablagerungen werden so vom Untergrund gelöst und davongetragen. |
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