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THB Deutsche Schiffahrts-Zeitung, 16. Dezember 1999

Erstmals als "Caronia" am Grasbrook - Klassiker heute ausgebucht in den neuen Heimathafen

(Auszug)

Unter dem Kommando von Kapitän Ray Heath wird die am 10. Dezember in der Nähe des ersten Cunard-Reedereigebäudes in Liverpool auf den Traditionsnamen "Caronia" umgetaufte frühere "Vistafjord" heute zu ihrem angekündigten eintägigen Besuch in Hamburg erwartet, der gleichzeitig der erste und 144. Besuch des Schiffes im größten deutschen Seehafen ist.
Das 1973 von Swan Hunter in Newcastle gelieferte und von seinen damaligen Eignern as "Vistafjord" in Dienst gestellte 24 492-BRZ-Schiff war bis zum 21.8.1996 unter diesem Namen regelmäßiger Gast im Hamburger Hafen, der von ihm 143mal - so oft wie von keinem anderen Passagierschiff - angelaufen wurde.
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Nach dem 6,5-Mio.-Dollar-Refit bei der Lloyd-Werft in Bremerhaven beginnt jetzt das "zweite Leben" des Schiffes als "Caronia". Dieser Name steht für die 160jährige Tradition der heute zu 100 Prozent in Besitz der Carnival-Gruppe befindlichen Cunard-Reederei - bereits zwei Schiffe (1905 und 1948) trugen ihn. Bei der Umtaufe am vergangenen Freitag in Liverpool durch Cunard-COO Pamela Conover hatte der frühere Cunard-Steward und heutige britische Vizepremier John Prescott diesen Tag der Umflaggung als einen großen Tag für Liverpool, für die Reederei und die britische Handelsschiffahrt bezeichnet. Nach den Maßnahmen der Regierung für diesen Bereich, zu der die Einführung der Tonnagesteuer gehört, rechne er schon bald mit einer Verdoppelung der in Großbritannien registrierten Schiffe. Auf dem sich jetzt mit schwarzem Rumpf und weißen Aufbauten sowie rotem Schornstein mit schwarzen Ringen in den traditionellen Cunard-Farben präsentierenden Schiff wurde die Bahamas-Flagge gegen den Union Jack eingetauscht, und am Heck ist jetzt - wie bei dem Cunard-Flaggsschiff "QE 2" - der Heimathafen Southampton zu lesen. Beide Schiffe sollen die Tradition der klassischen britischen Ocean-Liner fortsetzen.

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