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Norwegian Cruise Line lässt Rumpf aus den USA bei der Lloyd Werft zum Luxusliner
ausbauen
Vollbeschäftigung für die Bremerhavener Schiffbauer: In Rekordzeit
von 12 Monaten will die Lloyd Werft einen 259 Meter langen Schiffsrumpf zu einem
luxuriösen Kreuzfahrtschiff ausbauen. Der Clou: Der Rumpf wurde in den
USA gebaut und quer über den Atlantik nach Bremerhaven geschleppt.
„Eigentlich ist das halbe Schiff schon da“, schmunzelte Lloyd-Chef
Werner Lüken bereits, als im Dock noch keine Spur vom schwimmenden Riesen
zu sehen war. Der Hintergrund: Zahlreiche Bauteile für den neuen Kreuzliner
wurden in 476 Containern und zusätzlich mit fünf Schwerlastschiffen
zur Werft gebracht.
Die Komplettierung auf der Lloyd Werft soll ihr glückliches Ende einer
ansonsten eher unrühmlichen Geschichte werden. Das Schiff war ursprünglich
von einer amerikanischen Reederei in den USA in Auftrag gegeben worden. Doch
die Werft – eigentlich auf Marineschiffe spezialisiert – schrieb
dabei nur Verluste. Und zu guter Letzt meldete auch noch die Reederei Konkurs
an.
Inzwischen wurde der zu 40 Prozent fertig gestellte Stahlrumpf von der Norwegian
Cruise Line (NCL) gekauft. Im harten internationalen Wettbewerb konnte die Lloyd
Werft die Fertigstellungsorder schließlich für sich verbuchen. Dabei
zählte sicherlich, dass NCL genau weiß, welche Qualität die
Bremerhavener Schiffbauer liefern. Auf der Lloyd Werft entstanden schließlich
unter anderem auch die beiden jüngsten Neubauten der Reederei, die „Norwegian
Sky“ und die „Norwegian Sun“. Außerdem waren die NCL-Liner
„Norway“, „Norwegian Dream“, „Norwegian Majesty“
und „Norwegian Wind“ bei den Bremerhavener Umbau-Spezialisten verlängert
bzw. umgebaut.
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