Windrose Nr. 02/05

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Happy-End für den Stolz Amerikas

Rauschender Abschied für die "Pride of America" - Lloyd Werft-Neubau setzt erneut Maßstäbe.

Kaum ein anderes Schiff hat Bremerhaven so in Atem gehalten wie die "Pride of America". Denn mit dem jüngsten Neubau der Lloyd Werft war über Monate das Schicksal der Region verknüpft. Kein Wunder, dass Tausende dabei waren, als das Kreuzfahrtschiff am 7. Juni die Werftpier verließ.

Stahlrümpfe zu modernen und luxuriösen Kreuzfahrtschiffen aufzurüsten - für die Lloyd Werft ist dies seit acht Jahren (fast) ein Alltagsjob. Doch am 14. Januar 2004 stockte Werftchef Werner Lüken der Atem: In jener Sturmnacht hatte sich die fast fertig gestellte "Pride of America" an der Werftpier auf die Seite gelegt, war in den unteren Decks voller Wasser gelaufen. Monatelang stand das Schicksal der Werft als Folge des Unfalls auf der Kippe, Tausende von Arbeitsplätzen "beim Lloyd" und in den Zulieferbetrieben standen angesichts der ungewissen Zukunft des Neubaus auf dem Spiel.

Doch jetzt kann sich Lüken wieder entspannt zurücklehnen: "Das ist jetzt bewältigte Vergangenheit." Nur eines wird er nicht vergessen: "Die Welle der Solidarität aus der Region, die uns durch die Probleme nach dem Unfall getragen hat." Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Denn die "Pride of America" ist zu guter Letzt doch das geworden, was die Reederei Norwegian Cruise Line (NCL) mit dem Namen sagen will: Der Stolz Amerikas. Das Vertrauen der Reederei in das Können der Werft hat sich ausgezahlt: "NCL war sehr schnell klar geworden, dass wir keine Schuld an dem Unfall hatten", erinnert sich Lüken.

Als erstes neues Kreuzfahrtschiff wird der 280 Meter lange und 32 Meter breite weiße Riese wieder unter der USA-Flagge fahren. Die Wasserwelt rund um Hawaii wird für jeweils 2.146 Passagiere an Bord auf den einwöchigen Kreuzfahrten das Ziel sein.

Die Ausstattung des Schiffes sowie das Bordprogramm sind auf das innovative Freestyle Cruising Konzept von NCL ausgerichtet, das dem Gast Urlaub mit größtmöglicher Freiheit ermöglichen soll. So bietet die "Pride of America" unter anderem acht verschiedene Restaurants, von denen jedes eine andere Region der Vereinigten Staaten zum Thema hat, neun Bars und Lounges sowie das große hochmoderne Hollywood-Theater. Auch ein Fitnesscenter, ein großzügig angelegtes Pool-Deck mit zwei Swimmingpools und vier Whirlpools, ein Tennisplatz sowie das größte schwimmende Konferenzcenter gehören zur Ausstattung.