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Offshore Installation Group nimmt mit Übernahme der ersten beiden Schiffe Fahrt auf

PRESSEMITTEILUNG Harren & Partner vom 08. Juni 2011

Singapur/Oslo/Bremen
Nach der Übernahme der ersten beiden Schiffe, die künftig als OIG GIANT I und II auf Fahrt gehen werden, stehen bei der Offshore Installation Group (OIG) alle Zeichen auf Start. Bei OIG handelt es sich um ein Gemeinschaftsunternehmen von Harren & Partner und Goldman Sachs Capital Partners (GSCP). Als Spezialisten für Offshore- Dienstleistungen hat sich OIG das norwegische Unternehmen Global Mooring Services AS (GMS) an Bord geholt. Die Kunden von OIG sind die Global Player der Öl - und Gasindustrie, die erstmals alle Dienstleistungen um die Erschließung von Öl- und Gasfeldern aus einer Hand angeboten bekommen.

Die Unternehmensidee ist so einfach wie einleuchtend: „Unsere Schiffe verfügen über dreimal so viel Deckfläche wie Schiffe anderer Anbieter der Branche. Damit benötigen wir keine zusätzlichen Schwergutschiffe für den Transport des Equipments.“, sagt Reedereigründer Peter Harren. „Rohrleitungen, voluminöse Kabeltrommeln, schlicht alles, was man benötigt um auf See Öl und Gas zu gewinnen, haben die Schiffe an Bord. Das spart nicht nur Zeit und Geld, außerdem können wir so auch in weiter entlegenen und tieferen Seegebieten operieren“, erläutert Peter Harren. „Während andere Schiffe regelmäßig nach 24 Stunden einen Offshore Hafen anlaufen müssen, um Nachschub zu holen, sind die OIG Schiffe für Installationsarbeiten weit draußen auf See optimal ausgerüstet.“ Die Palette der angebotenen Dienstleistungen reicht von Kabellegen über Tiefseeverankerung bis hin zu Offshoreinstallationen. Wassertiefen von bis zu 2.500 m sind dabei kein Problem.

Nach OIG GIANT I und II soll die Flotte bis Ende 2013 auf sechs Einheiten anwachsen. Dabei wird es sich um den von der Harren & Partner-Gruppe entwickelten und erfolgreich im Schwergut- und Projektmarkt eingesetzten Combi Dock-Typ handeln. Diese Spezialschiffe verfügen ohnehin schon über leistungsfähige Krane, eine Heckrampe für rollende und eine Dockfunktion für schwimmende Ladungen. Mit einer Gesamtlänge von rund 170 m und einem durchgängigen Laderaum, der sich horizontal wie vertikal nach Bedarf unterteilen lässt, bieten die Schiffe maximalen Stauraum für die zu installierende Offshore-Technik. Die noch zu bauenden weiteren Einheiten werden ebenfalls auf dem Combi Dock-Typ basieren und zusätzlich mit speziellem Offshore Equipment - wie beispielsweise mit einem System zum Verlegen von so genannten Flex Pipes - ausgerüstet.

OIG GIANT I war in den vergangenen drei Jahren unter dem Management von Harren & Partner im Golf von Mexiko für PEMEX, insbesondere zur Reparatur von Bohrinseln, im Einsatz. Beim zweiten Schiff, der OIG GIANT II handelt es sich bislang noch um einen Basis Typ der Combi Dock-Reihe, der bis August 2011 bei der Lloyd Werft Bremerhaven für den Offshore Einsatz umgerüstet wird. Dabei werden neben einem Helikopterlandedeck und einem Containerdorf für bis zu 200 Arbeiter auch eine Vorrichtung für Tauchereinsätze, ein so genannter Moonpool, sowie ein Dynamic Positioning System II für exakte Manövrierfähigkeit eingebaut. Direkt im Anschluss an den Umbau steht für OIG GIANT II sein erster Job auf der Agenda: Die Installation von drei Turbinen für ein Gezeitenkraftwerk in den Gewässern vor den Orkney Inseln an der Nordküste Schottlands. Bekannt für die dort vorherrschenden Strömungsgeschwindigkeiten sollen bis 2013 insgesamt 90 Turbinen installiert werden, die umweltfreundliche Energie erzeugen.

Für den erfolgreichen Einsatz der Spezialschiffe holt sich OIG mit dem norwegischen Unternehmen Global Mooring Services AS die notwendige technische Expertise und die Marktkontakte für die Offshore-Installations-Branche ins Haus. Gründer und Geschäftsführer von GMS Jarle Andersen wird als Chief Operating Officer zum Erfolg der OIG beitragen und wertvolle Branchenkontakte in das Unternehmen einbringen. GMS besitzt eine jahrelange Erfolgsbilanz als zuverlässiger Dienstleister, beispielsweise in der Verankerung von sog. Floating Production Storage Off-Loading-Units, die als schwimmende Lager in der Förderung von Erdöl und Erdgas eingesetzt werden.

Durch die strategische Allianz mit Kongsberg Oil & Gas Technologies sichert sich OIG die Unterstützung eines führenden Unternehmens der Öl- und Gas-Branche. Harren & Partner stellt gemeinsam mit Goldman Sachs Capital Partners das notwendige Eigenkapital für das strategische Wachstum der OIG zur Verfügung: „Wir freuen uns, dass wir mit Goldman Sachs Capital Partners einen starken Partner gewinnen konnten. Die Fremdfinanzierung von OIG erfolgt dabei jeweils auf Projektbasis“, erläutert Dr. Martin Harren, Geschäftsführer bei Harren & Partner und für den Bereich Finanzierung verantwortlich. Till Hufnagel, Managing Director von GSCP, erläutert dazu: „Wir glauben, dass OIG hervorragend aufgestellt ist und alle Voraussetzungen erfüllt, um in der wachsenden Offshore Installations- und Konstruktionsbranche eine führende Rolle einzunehmen.“

Geschäftsführer von OIG ist Heiko Felderhoff. Der Kapitän fuhr zunächst lange Jahre für Harren & Partner zur See, bevor er als Geschäftsführer für Harren & Partner und verschiedene Tochterunternehmen der Reederei insbesondere für Großprojekte aus dem Schwergutbereich verantwortlich zeichnete. Nicht zuletzt wirkte er maßgeblich bei der Entwicklung der Combi Dock- Reihe mit. Für die in Singapur ansässige OIG beschreibt Kapitän Felderhoff folgenden Kurs: „Wir wollen uns in der Branche durch technische Expertise, Effizienz und hohe Qualitäts- und Sicherheitsstandards etablieren. Bereits seit drei Jahren planen wir den Markteintritt mit OIG. Jetzt kann es endlich losgehen.“

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