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03.09.2010
12.08.2010
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Ursprung und Entwicklung der heutigen Lloyd Werft sind eng mit der Bremischen Reederei "Norddeutscher Lloyd" verbunden. Als diese 1857 ihre Geschäfte aufnahm, wurde zur gleichen Zeit eine kleine Reparaturwerkstatt in Bremen eröffnet, die fünf Jahre später nach Bremerhaven in den Neuen Hafen verlegt wurde.
Im weiteren Verlauf musste der Reparaturbetrieb den ständig wachsenden Schiffsgrößen und der beständig wachsenden Passagierschiff-Flotte des Norddeutschen Lloyd (NDL), die hier gewartet und repariert wurde, angepasst werden. Der Standort wanderte in den nördlichen Hafenbereich an seinen heutigen Platz in den Kaiserhafen. Um die Jahrhundertwende entstand hier das erste große Dockbecken. Rund zehn Jahre später musste der Betrieb bereits wieder erweitert und modernisiert werden. Die Werft erhielt sein zweites, nochmals größer dimensioniertes Trockendock.
Die nachfolgenden, zeitweilig schweren Zeiten in der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts mit ihren Weltkriegen und Wirtschaftskrisen meisterte die Werft durch geschickte Anpassung an die jeweils herrschenden Anforderungen des Marktes.
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges konnte das Unternehmen zunächst mit Aufträgen für die U.S.-Streitkräfte über Wasser gehalten werden. Im Laufe der 50er Jahre öffnete sich das Unternehmen dann endgültig als Reparaturbetrieb für alle Schiffstypen und für Auftraggeber aller Nationen. Dieser Schritt brachte die Werft erneut auf Erfolgskurs.
Anfang der 1970er Jahre erhielt die Werft, jetzt unter dem Namen "Werft der Hapag-Lloyd AG", eine umfangreiche Modernisierung. Neue Krananlagen, zentrale Werkstatt- und Verwaltungsgebäude und eine Abteilung für Edelstahl- und Aluminium-Verarbeitung kamen hinzu.
So war die Werft gut gerüstet, als sich die Wettbewerbsbedingungen auf dem Weltmarkt für Schiffbau und -reparatur in den 1970er und 1980er Jahren dramatisch verschärften. Dank ihrer hochmodernen Anlagen, dem qualifizierten Personal und neuer Marktstrategien konnte das Unternehmen weiterhin am Markt bestehen.
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Mitte der 1980er Jahre übernahm die Bremer Vulkan AG die Werft. Als "Lloyd Werft Bremerhaven GmbH" machte sich das Unternehmen in der jüngeren Vergangenheit weltweit einen Namen mit dem Umbau großer Passagier-, Fähr- und Kreuzfahrtschiffe. Im Rahmen spektakulärer Großaufträge ("France/Norway", "Queen Elizabeth 2", "Norwegian Sky" ) stellte die Werft ihre Leistungsfähigkgeit immer wieder unter Beweis.
Krisenhaft spitzte sich die Lage für die Werft Mitte der 1990er Jahre zu, als der Mutterkonzern, die Bremer Vulkan AG, in den Konkurs geriet und im Zuge dessen die Werft gezwungen war, das Vergleichsverfahren zu eröffnen. Mit neuen Kapitalgebern konnte das Unternehmen wieder stabilisiert und der Fortbestand als "Lloyd Werft Bremerhaven GmbH" gesichert werden. Der Preis für die Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit war ein Abbau von 180 Mitarbeitern auf 450. Mit Einführung flacher hierarchischer Strukturen und eine Anpassung an den jeweiligen Arbeitsanfall durch flexiblere Arbeitszeiten rüstete sich das Unternehmen damit für die Zukunft.
Heute ist die Lloyd Werft auf ihrem Spezialgebiet, dem High-Tech-Passagierschiffsum- und fertigbau in Rekordzeit, weltweit führend. Reedereien im In- und Ausland wissen die Erfahrung, die Qualität und die Fachkompetenz des Bremerhavener Unternehmens und seiner inzwischen wieder auf 530 Personen gewachsenen Mannschaft zu schätzen.