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03.09.2010
12.08.2010
05.08.2009
Bremerhavener Lloyd Werft erhielt Auftrag im Wert von 15 Millionen Euro - 44 Tage Umbauzeit ab April 2010.
Der Bremer Kreuzfahrtspezialist Transocean Tours passt sein Hochseekreuzfahrtschiff, die 1987 bei HDW in Kiel erbaute „Astor“, den Wünschen der vornehmlich deutschsprachigen Gäste an.
Das 176 Meter lange Schiff wird im April nächsten Jahres 44 Tage bei der Bremerhavener Lloyd Werft umgebaut. Neben den Modernisierungen aller 240 Kabinen wird die „Astor“ künftig auch mit neu geschaffenen, geräumigen Innensuiten, luxuriösen Senator-Suiten mit eigener Veranda und Suiten mit französischen Balkonen auf Kreuzfahrt gehen.
Künftig bietet die 59 Quadratmeter große „Astor-Suite“ mit der Lage direkt unterhalb der Brücke die beste Aussicht. Diese Suite mit einer exklusiven Veranda wird einer der größten Kabinen auf klassischen Kreuzfahrtschiffen sein. Auf dem Atlantik-Deck entstehen aus den bisherigen 16 Innen-Kabinen acht neue Innen-Suiten. Hinzu kommen drei neue Innen-Suiten auf dem Boots-Deck. Alle weiteren Kabinen werden nach den Plänen von Hans Sabert, der als Architekt und Inneneinrichter den Bau der „Astor“ verantwortet hat, umfangreich modernisiert. Eine große Glasfront öffnet sich zum neuen Terrassen-Café und bietet so einen Blick auf das Kielwasser der „Astor“. Zusätzlich zum Innenpool, dem Kosmetik-, Friseur- und Massagebereich wird auch der Saunabereich der „Astor“ ausgebaut. Während der Werftliegezeit vom 18. April bis zum 1. Juni 2010 wird nicht nur der Hotelbereich des zukünftig für maximal 584 Passagiere (bisher maximal 650 Passagiere) ausgelegten Kreuzfahrtschiffes erneuert, sondern auch die Technik modernisiert. Unter anderem erhält der Rumpf einen treibstoffsparenden Silikonanstrich. Die Gesamtkosten der Modernisierungen liegen bei rund 15 Millionen Euro.
Die im weltweiten Einsatz befindliche „Astor“ gehört seit 2006 der in München ansässigen Premicon AG, die sich sonst im Bereich der Flusskreuzfahrten spezialisiert hat, und fährt seit 1997 in Vollcharter für den Bremer Kreuzfahrtveranstalter Transocean Tours. Der Chartervertrag für das Schiff soll exklusiv bis zum Jahr 2018 bestehen bleiben.
Bis zum Beginn dieses Umbaus im nächsten Frühjahr muss die Lloyd Werft in den nächsten Wochen aber noch eine Reihe von anderen Um- und Ausbauten sowie Reparaturen erledigen. Um den 15. August wird der Kasko für das Vierte Dockschiff „Combi Dock IV“ aus Polen zum Ausbau erwartet. Weiterhin kommt die Fregatte „Lübeck“ für eine mehrmonatige Grundinstandsetzung. Und ab 5. Dezember wird nach Auskunft von Lloyd Werft-Geschäftsführer Rüdiger Pallentin das 2000 auf der Papenburger Meyer Werft erbaute Kreuzfahrtschiff „Aurora“ der britischen P&O Cruises innerhalb von zwei Wochen umfangreich überholt.
THB, 5. August 2009