Sie sind hier: Aktuelles & Presse > Meldung

Frisch gestrichen in die Sonne

02.03.2012

Lloyd Werft beendet Umbau des Kreuzfahrtschiffes „Minerva“ – Hubschiffe warten auf ihre Beine

Im Nebel bugsierten Schlepper die rundum erneuerte „Minerva“ auf die Weser hinaus. Foto eer
Im Nebel bugsierten Schlepper die rundum erneuerte „Minerva“ auf die Weser hinaus. Foto eer

Überseehäfen. Von Christoph Barth. Nach dreimonatigen Umbauarbeiten hat das Kreuzfahrtschiff„Minerva“ die Lloyd Werft wieder verlassen. Unter dem Kommando von Captain John Moulds nahm es Kurs auf Portsmouth, wo heute die Jungfernreise des rundum erneuerten Schiffes Richtung Kanaren und Madeira beginnt.

Anfang Dezember war das gut 15 Jahre alte Schiff des britischen Seereisenveranstalters Swan Hellenic in Bremerhaven eingetroffen. Die Liste der Änderungswünsche, die die Reederei bei der Werft eingereicht hatte, war lang:

  • Auf Deck 9 sollte ein Fitnessbereichabgerissen und durch eine Lounge mit Panorama-Blick ersetzt werden.
  • Auf Deck 8 sollten 32 Luxuskabinen durch Balkone erweitert werden.
  • Auf Deck 6 sollte die Sauna abgebrochen werden, um mehr Platz für die Shackleton’s Bar zu schaffen.
  • Auf Deck 5 sollten sechs Kabinen verschrottet und durch einen neuen Fitness- und Spa-Bereich ersetzt werden.

Dazu kamen unter anderem die Renovierung der Nasszellen, der Austausch von Antriebswellen, Propellern, Bug- und Heckstrahlern sowie die Installation einer neuen Abwasserreinigungsanlage. In frischem Königsblau gestrichen, zeigt sich die „Minerva“ jetzt bereit für ein „aufregendes neues Kapitel“ in ihrem Leben, wirbt der Reiseveranstalter Swan Hellenic. Die Jungfernreise nach Madeira jedenfalls ist mit 350 Passagieren ausgebucht. Im norddeutschen Nebel hinter sich ließ die „Minerva“ bei ihrer Abfahrt die beiden Offshore-Installationsschiffe „Victoria Mathias“ und „Friedrich Ernestine“. Beide liegen nach ihrer Überführung aus Korea jetzt in der Lloyd Werft und warten darauf, dass man ihnen Beine macht. Das jedoch kann noch einige Wochen dauern. Erst Anfang dieses Monats sollen die fast 80 Meter langen Stahlbeine, auf denen sich die Montageschiffe bei Arbeiten auf See abstützen können, in Südkorea auf ein Schwergutschiff verladen werden. In Bremerhaven müssen sie mit neuen Halterungen für Hydraulikzylinder nachgerüstet werden. Die Originalbauteile hatten sich bei der Werfterprobung in Korea als brüchig erwiesen.

 

Nordsee-Zeitung, 02.03.2012

Zurück